11.08.2017

Wahlen

Stephan Treffler

stehen vor der Tür. Zum einen natürlich die Bundestagswahlen – aber für einen Landesvorstand einer Bayerischen Partei natürlich auch bereits die Landtagswahlen. Eine Frage, die immer alle Beteiligten umtreibt, ist die der Wahlbeteiligung. Wie viele Wähler werden dieses Mal ihre Unzufriedenheit durch Enthaltsamkeit ausdrücken, von ihrem Wahlrecht also keinen Gebrauch machen? Dabei passiert jedoch Folgendes: Wer nicht zum Wählen geht, verteilt seine Stimme genau nach dem Ergebnis der abgegebenen Stimmen auf die gewählten Parteien – und zusätzlich auch die an Wählerstimmen gebundene Wahlkampfkostenerstattung durch die Bundestagsverwaltung. Wer z. B. die ÖDP wählt, hat keine Garantie, dass diese auch in das Parlament kommt, oder sich gar an einer Regierung beteiligt. Aber er sorgt dafür, dass die politische Arbeit, die ja auch außerhalb des Parlaments Früchte trägt, mit den stimmengebundenen Geldern weitergeht. Und er unterstützt nicht die ungeliebten Alternativen. Das ist doch eine Überlegung wert!

Kategorie: Demokratie