13.11.2017

Rothtal-ÖDP mit neuer Spitze

Einstimmig haben die Mitglieder des ÖDP-Ortsverbandes Weißenhorn-Pfaffenhofen einen neuen Vorstand gewählt: Neue Vorsitzende ist Susanne Kuderna-Demuth. Ihre Stellvertreterin ist Krimhilde Dornach.

Beirätin Stadträtin Sabine Snehotta, stellvertretende Vorsitzende Krimhilde Dornach, Beirat Anton Weitmann, Vorsitzende Susanne Kuderna-Demuth, Beirat Simon Steger und Beirat Stadtrat Ulrich Hoffmann. Auf dem Bild fehlt Beirat Jürgen Kohler. Foto: Günter Petters.

Vor neun Jahren war in Weißenhorn der Ortsverband der ÖDP gegründet worden. Seit dieser Zeit wurde er von Ulrich Hoffmann und Klaus Vidal geleitet. „In diesen neun Jahren ist es uns gelungen, als ÖDP im Rothtal bekannt zu werden – die Leute wissen, wofür wir stehen“, zog Hoffmann eine positive Bilanz vor der Mitgliederversammlung. Bei den Kommunalwahlen 2014 gelang der ÖDP dann sowohl der Einzug in den Stadtrat Weißenhorn, wie auch in den Gemeinderat von Pfaffenhofen – „das war der engagierten Ortsgruppe zu verdanken“, so Hoffmann. Der neugewählte Vorstand um Susanne Kuderna-Demuth möchte nun mit kreativen Ideen die Kommunalpolitik im Rothtal beleben und neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine ökologische und familienfreundliche Politik gewinnen. Unterstützt werden die beiden Vorsitzenden dabei von den Beiräten Stadträtin Sabine Snehotta, Anton Weitmann, Jürgen Kohler, Simon Steger und Stadtrat Ulrich Hoffmann.

Aktuell unterstützt die ÖDP das Volksbegehren gegen Flächenfraß. Wie schon am bayernweiten Aktionstag, werden die Ökodemokraten am 18. November dazu auf dem Weißenhorner Markt erneut Unterschriften sammeln. "Solange sich Gemeinden ein Wettrüsten um Gewerbesteuereinnahmen liefern, kannibalisieren sie sich nur gegenseitig", verdeutlicht ÖDP-Vorsitzende Susanne Kuderna-Demuth die Brisanz des Flächenverbrauchs in Bayern. "Die Nachhaltigkeits-Strategie der Staatsregierung, die keinen weiteren Flächenverbrauch vorsieht, zeigt keinerlei Wirkung, der Heimatminister hat versagt."

Kuderna-Demuth weist darauf hin, dass seit 1980 die Bevölkerung in Bayern um 15%, der Flächenverbrauch jedoch um 50% gestiegen ist. Der ÖDP als Partei der Gemeinwohlökonomie ist vor allem das Wettrüsten der Gemeinden auf Kosten der Natur ein Dorn im Auge. Die Kommunen bezahlen hektarweise leerstehende Gewerbegebiete, betonieren in der Landschaft reihenweise Ackerflächen zu, einzig in der Hoffnung auf Gewerbesteuereinnahmen. Für Kuderna-Demuth wären interkommunale Gewerbegebiete und weniger Abhängigkeit der Gemeinden von der Gewerbesteuer zu bevorzugen. Sie regt in diesem Zusammenhang die Neuordnung der Gewerbesteuer an. Dabei müssen aus Sicht der ÖDP dringend die Prioritäten verschoben werden: „Mensch und Umwelt vor Profit! Gegenwärtige Politik muss die soziale, ökologische aber auch ökonomische Nachhaltigkeit im Blick haben. Lasst uns gemeinsam für eine gesunde und gerechte Zukunft streiten! “, so Krimhilde Dornach.