Leserbrief zum Artikel: "Seltsamer Twist unter Bienenschützern" vom 30.05.2018 - Augsburger Allgemeine

Es ist schon erstaunlich mit welchen Argumenten LBV und BN die Unterstützung des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" ablehnt.

Wer auf Bundes- bzw. EU-Ebene verweist und meint, dass der Artenschutz allein in Bayern keinen Sinn macht, der stellt sich auf die gleiche Ebene wie z.B. die Verweigerer der Energiewende. Wer auf höhere Ebenen wartet, wartet ewig. Die beiden Verbände verkennen offenbar, dass eine Bayerische Staatsregierung Entscheidungen z.B. im Bundesrat nur auf Basis der Bayerischen Verfassung treffen kann und damit auch Einfluss auf die Bundesebene hat. Zudem richtet sich das Volksbegehren nicht gegen die Landwirtschaft.  Auch die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) unterstützt das Volksbegehren. Gerade die Intensivierung der Landwirtschaft nach dem Motto Wachsen oder Weichen hat zu einem dramatischen Höfesterben geführt.  Grotesk wird es allerdings, wenn der BN finanzielle Gründe angibt, warum das Volksbegehren nicht unterstützt wird und den Anspruch, dass er auch will dass ein Volksbegehren, das er unterstützt, zum Erfolg führt.  Lieber BN, die Initiatoren und Unterstützer werden alles dafür tun und sind sich sicher, dass das Volksbegehren erfolgreich wird!  Zudem ist es kein Parteien-, sondern ein Volksbegehren , das inzwischen von rd. 50 Verbänden unterstützt wird. Würden BN und LBV ihre zusammen rd. 300.000 Mitglieder auffordern das Volksbegehren zu unterstützen anstatt es abzulehnen, wäre ein Gelingen wesentlich einfacher und sicherer.  Das hat erst einmal gar nichts mit Geld zu tun!  Liebe BN und LBV Mitglieder - uns läuft die Zeit davon, denn je mehr Zeit verstreicht, umso mehr Arten werden unwiederbringlich ausgestorben sein. Wartet nicht mit eurem Vorstand auf Europa.... startet mit in Bayern! Natürlich wird gleichzeitig alles daran gesetzt, dass die europäische Ebene schnellstmöglich nachzieht.


Gabi Olbrich-Krakowitzer


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