ÖDP: Bis zum 1. Mai bleiben die Rasenmäher stumm

Das von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe nicht nur die Landwirte aufgerüttelt, auch die Besitzer von Privatgärten stünden selbstverständlich in der Pflicht, etwas für die Artenvielfalt zu tun. Den nach dem langen Winter ausgehungerten Insekten müsse wieder ordentlich Nahrung gegeben werden, auch die Vögel seien darauf angewiesen.

Jeder Gartenbesitzer könne, so der Vorschlag der ÖDP, dafür viel tun, wenn er die Zusammenhänge kennt und entsprechende Maßnahmen in seinem Gartenjahr einplant. Nicht nur der Verzicht auf intensive Rasendüngung und das Anlegen und Aussäen von bienen- und insektenfreundlichen Blumenecken sind hier gefragt, sondern vor allem das späte Mähen von Rasenanlagen. Es müsse nicht gleich der Rasenmäher angeworfen oder der Roboter in Gang gesetzt werden, wenn ein Gänseblümchen zu sehen sei. Gerade die Frühphase der Wiesenblumen und -kräuter sei für die Nahrung der Insekten so wichtig, erklärt Peter Borel, der Pressesprecher der ÖDP in Lindau. Deshalb fordere die ÖDP, dass die Rasenmäher in den Gärten bis 1. Mai stumm bleiben und dass die Häufigkeit des Mähens den Sommer hindurch erheblich reduziert wird. Kreisvorsitzender Xaver Fichtl empfiehlt, auch nach diesem 1. Mai einen Streifen oder eine Ecke mit Blumen unberührt zu lassen und nur einen Teil des Rasens zu mähen. Auch die Gartenbauvereine und die kommunalen und staatlichen Einrichtungen sollten beim Rasenmähen vorbildlich sein und die Häufigkeit ihrer Arbeitseinsätze überprüfen. Neben den Insekten und den Vögeln freuten sich sicherlich auch die Nachbarn, wenn das vielstimmige Konzert der Rasenmäher eingeschränkt wäre. Die ÖDP wolle dafür allerdings keine neue Verordnung, sondern rechne mit der Vernunft der Hobbygärtner und mit der Wirksamkeit eines Appells, so Borel.


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