ÖDP kritisiert Warnung des Landrates vor Volksbegehren - Augsburg Land

Mit scharfer Kritik reagiert Gabi Olbrich-Krakowitzer, Kreisvorsitzende und Kreisrätin der ÖDP, auf die Warnung Sailers vor dem derzeit laufenden Volksbegehren für die Begrenzung des Flächenverbrauchs im Freistaat.

Diese Warnung zeuge von fehlendem Weitblick, fehlender Verantwortung für zukünftige Generationen und fehlendem Mut, neue Wege zu beschreiten, heißt es in einem Schreiben an den Landrat wörtlich.  In diesem Schreiben weist die ÖDP-Politikern Sailer auch auf einen Beitrag des Bayerischen Fernsehens unter dem Titel "Bayern, Boden und Beton"  hin und bittet ihn, den Link zu dieser Sendung auch an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis weiterzuleiten.  Verbunden wird dies mit der Forderung, dass sich alle Kommunen im Landkreis gemeinsam an einen Tisch setzen und Lösungen erarbeiten sollen, wie der Flächenverbrauch nachhaltig reduziert werden kann. 

Bereits seit 2003 gäbe es in Bayern ein Bündnis Flächensparen.  Außer Papier, das offensichtlich niemanden interessiert habe,  sei bei diesem Bündnis nichts herausgekommen. Wohin die Freiwilligkeit bei Städten und Gemeinden geführt habe sei auch im Landkreis sichtbar. Wuchernde Städte und Gemeinden, riesige Industriegebiete die das Landschaftsbild dramatisch veränderten. Schrumpfende Flächen für Tier- und Pflanzenwelt und immer weniger landwirtschaftliche Nutzfläche. Wegen Verkehrszunahme auch zusätzlicher Flächenverbrauch für Umgehungsstraßen und Kreisverkehre.  

"Dass der  Landrat jetzt zu der Erkenntnis gelangt ist, dass auch z.B.  Logistikhallen mehrstöckig gebaut werden können scheint bereits eine positive Wirkung des Volksbegehrens zu sein", so Olbrich-Krakowitzer

Da auch im Landkreis quasi Vollbeschäftigung herrsche, bestehe der Verdacht, dass  die  Neuansiedlungen  von Firmen einen Zuzug von Arbeitskräften nach sich ziehe was die Wohnungsnot zusätzlich verschärfe. Olbrich-Krakowitzer: "Die Frage muss erlaubt sein, wie viel Zuzug unser Landkreis verkraftet und ob dieser gezielt forciert werden muss".  Bisher habe Sailer nicht gesagt,  ob er eine Grenze des Flächenverbrauchs im Landkreis sehe und wo diese liege.  Mit der derzeitigen Politik des ungezügelten Flächenverbrauchs würde künftigen Generationen die Gestaltungsmöglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes verbaut. "Unsere Forderung ist einfach - wir brauchen enkeltaugliche Politik und kein egoistisches Denken nach dem Motto - nach uns die Sintflut", so Olbrich-Krakowitzer.


Zurück