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Presseerklärung der ÖDP Augsburg

-weiterhin weniger Fahrgäste bei den Stadtwerken

-Mobilitätsdrehscheibe Augsburg HBF

Die ÖDP-Augsburg hält es weiterhin für keine gute Idee, auf den 5-Minuten-Takt zu verzichten. Das was für den Augsburger Nahverkehr bei den Nutzenden zu einer großen Flexibilität gesorgt hat, ist nun so nicht mehr gegeben. Das Wegbleiben der Fahrgäste könnte nicht nur Corona bedingt sein, so Michael Leimböck, Mobilitäts und verkehrspolitischer Sprecher der ÖDP in Augsburg. Vielmehr ist ein reduzierter Takt bei der Straßenbahn nicht mehr so kompatibel mit einem 15 Minuten-Takt bei den Bussen. Es ergeben sich mitlerweilen bei Nutzung in Kombination Bus mit Straßenbahn zu lange Fahrtzeiten. Das könnte auch der Grund sein, dass die SWA-Leihfahrräder einen sprunghaften Nutzeranstieg erfahren. Man ist oft mit diesen Rädern schneller am Ziel als auf einen Anschluss warten zu müssen, so Leimböck. Im Winter wird diese Option aber schwieriger werden. Es gäbe im Netz der SWA an manchen Verknüpfungspunkten von Linien minimale Verbesserungsmöglichkeiten, um schnellere Fahrzeiten und bessere Fahrtwege zu erreichen. Hier sei besonders die Linie 35 erwähnt. Oftmals sieht man aber Fahrzeuge nur davonfahren. Damit wird man die Fahrgäste nicht zurückgewinnen. Die ÖDP ist hier der Meinung, dass ein auf die Fahrgäste bzw. Verkehrsströme angepasstes, vernünftiges Konzept erarbeitet werden muss. Dazu gehört auch, dass nicht jeder Fahrtweg über den Königsplatz führen muss.

Weiter macht sich die ÖDP Sorgen um den Westanschluss der neuen Tunnelhaltestelle unter dem HBF. Es ist zu befürchten, dass zu Fertigstellung und Inbetriebnahme Ende 2023 der Haltestelle die Linie 3 nach Stadtbergen nicht durch den Tunnel fahren wird, so Leimböck. Die Linie 5 rückt auch in immer weitere Ferne, da noch nicht ansatzweise Ergebnisse der neuen Planungen vorliegen und das Planfeststellungsverfahren zumindest bis zu Ackermannbrücke bis heute nicht eingereicht worden ist. Die gute Idee einer Mobilitätsdrehscheibe ist dann erst mal eine halbe Drehscheibe, da man Richtung Westen nicht mit dem ÖPNV den Bahnhof verlassen kann. Das am 09.12.2011 planfestgestellte Objekt "Mobilitätsdrehscheibe Augsburg HBF" enthält bereits einen zweigleisigen Anschluss über die Rosenaustraße zur Pferseer Straße. Dieser wird aber von der Stadt nicht mehr berücksichtigt. Sie möchte eine geflügelte Lösung, die stadteinwärts über die Hörbrotstraße führen soll. Die ÖDP befürchtet hier einen großen Schaden für den Öffentlichen Nahverkehr zum Nachteil der Nutzenden, wenn zur Inbetriebnahme der Tunnelhaltestelle kein Trambahnanschluss nach Westen vorhanden ist. Die Verknüpfung mit dem Fernverkehr der Bahn sowie die geplante Bündelung der Regionalbahnen auf den Gleisen 10 und 12 würde einen großen Gewinn in der Mobilität für die ganze Region Augsburg darstellen. Wichtig wäre auch, dass die Planungen beim Westportal des Tunnels weiter die Möglichkeit offenlässt, einen Straßenbahnanschluss in Richtung Gögginger Straße zu ermöglichen.

Foto: Michael Leimböck


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