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ÖDP zur nun verkündeten Tariferhöhung beim AVV

Mit scharfer Kritik reagiert die ÖDP Kreisvorsitzende und Kreisrätin, Gabi Olbrich-Krakowitzer, auf die angekündigte Tariferhöhung im AVV um im  Schnitt 4,9%. Vor dem Hintergrund sehr stark gesunkener Spritpreise sei diese Tariferhöhung kontraproduktiv. Man sehe insbesondere für den Speckgürtel , also der Zone 3 und 4 , die Gefahr, dass Abo-Kunden das Abo kündigen könnten und Gelegenheitsfahrer weg blieben, weil die Preise im Verhältnis zur Fahrstrecke schon recht hoch seien. "Wir loben hier ausdrücklich die Stadt Gersthofen, die die Tariferhöhung nicht an die ÖPNV-Nutzer weitergeben werde um Fahrgäste nicht zu vergraulen".  Die ÖDP will nun Auskunft vom Landrat wie weit die Evaluation der Tarifreform fortgeschritten sei und darüber, wann und in welcher Form diese den Kreisräten für weitere Beratungen zur Verfügung gestellt werde. "Es wird höchste Zeit, dass die in unseren Augen missglückte Tarifreform, die von uns nicht ohne Grund abgelehnt wurde, auf den Prüfstand kommt und die Tarifstruktur auch dem geänderten Arbeitsleben, wie tageweise Homeoffice oder Kurzarbeit, Rechnung trägt", so die ÖDP-Politikerin.  Wenn Autofahren billiger, der ÖPNV aber teurer wird, sehen wir die reale Gefahr, dass noch mehr Kunden aufs Auto umsteigen werden. 

 

Mindereinnahmen und weniger Fahrgäste beim AVV seien zudem teilweise hausgemacht, da es insbesondere im ländlichen Bereich keine Möglichkeit mehr gibt eine Fahrkarte zu kaufen, seit der Fahrkartenverkauf in Bussen eingestellt wurde.  Hier hatte die ÖDP bereits in einem Schreiben vom 13.04.2020 an Landrat Martin Sailer als Aufsichtsratsvorsitzenden des AVV angeregt, in möglichst allen Kommunen des Landkreises Kooperationen mit Geschäften vor Ort einzugehen und dort den Kauf von Fahrkarten zu ermöglichen. Als Beispiel nennt Olbrich-Krakowitzer ihren Wohnort Großaitingen, in dem es in der Ortsmitte eine Tankstelle  mit Poststelle gebe, die an jedem Wochentag geöffnet sei.  Es wäre günstig hier einen Fahrkartenverkauf mit anzubieten. "Im Moment bleibt den Fahrgästen in ländlichen Kommunen ohne Fahrkartenautomaten, die kein Smartphone besitzen und damit ein Online-Ticket erwerben können, nur, schwarz zu fahren oder den ÖPNV nicht nutzen zu können. Der angekündigte Einbau von Schutzscheiben für die Fahrer, damit diese wieder Fahrkarten im Bus verkaufen könnten,  sei bis heute nur in wenigen Bussen realisiert, obwohl dies nun vor Wochen angekündigt wurde.  

 

Mit einer Ministerin Carolina Trautner, dem stellvertretenden CSU-Vorsitzenden und Landrat Martin Sailer sowie dem parlamentarischen Geschäftsführer der Freien Wähler, Fabian Mehring, seien Vertreter der Regierungskoalition im Kreistag vertreten, die in München endlich eine bessere finanzielle Ausstattung für den ÖPNV und den Ausgleich coronabedingter Einnahmeausfälle einfordern sollten. Mit Herrn Durz sei zudem ein Bundestagsabgeordneter MItglied im Kreistag, der dies bei der Bundesregierung in Berlin tun könne.   "Man stellt sich schon die Frage, warum Abgeordnete und sogar eine Ministerin  in Kommunalparlamenten vertreten sind, wenn sie die Probleme vor Ort nicht in und bei der Staatsregierung darlegen und Verbesserungen einfordern", so die Kreispolitikerin. Bei wegbrechenden Fahrgästen sei eine Tariferhöhung jedenfalls der vollkommen falsche Weg. 

 

Mit der Bitte um Veröffentlichung und

mit freundlichen Grüßen

 

Gabi Olbrich-Krakowitzer

Kreisvorsitzende und Kreisrätin

 


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