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Deutsche Wirtschaft legt unseriösen Bildungsmonitor vor

Der familienpolitische Sprecher der ÖDP in Bayern Ulrich Hoffmann hat sich erschüttert über den sogenannten „Bildungsmomitor 2012“ des Instituts der Deutschen Wirtschaft gezeigt. „Was da vorgelegt wurde ist lächerlicher Unfug im akademischen Gewande,“ so Hoffmann.

Dem von der deutschen Wirtschaft vorgelegten Bildungsbericht sei das Bildungsniveau der Kinder vollkommen egal, es gehe ausschliesslich um die möglichst rasche Verfügbarkeit junger Menschen für den Arbeitsmarkt, beklagt Hoffmann. So lobt der Bericht Initiativen wie die frühzeitige Einschulung der Kinder oder das niedrige Alter der Absolventen. Auch die Einführung von kürzeren Bachelor-Studiengängen statt der zeitintensiveren Diplom-Studiengänge wird positiv bewertet. „Akademisch und bildungspolitisch äußerst unseriös an diesem Bericht ist, dass die im Bildungssystem erworbenen Fähigkeiten nur am Rande eine Rolle spielen, sie machen ganze 7,6 % der Gesamtpunktezahl aus.“ Dazu passt, dass familiäre Betreuung von Kindern negativ zu Buche schlägt und Ganztagsbetreuung höher gewichtet wird als Halbtagsbetreuung. So heißt es wörtlich in dem Bericht: „Die halbtägige Betreuung in Kindergärten wird nicht berücksichtigt.“ (Seite 51). Während der
Bildungsbericht des Bundes und der Länder noch vor wenigen Wochen den Familien einen unersetzbaren Einfluss auf die kindliche Bildung bescheinigt hatte, bewertet nun der „Bildungsmonitor 2012“ der Deutschen Wirtschaft die Investitionen der Bundesländer in Familien als nicht bildungsrelevant. „Dieser sogenannte Bildungsmonitor ist das Papier nicht wert, auf das er gedruckt wurde, weil er die Bildungssysteme der Länder eben genau nicht nach der Bildungsleistung bewertet,“ so Hoffmann. Vielmehr sei es das durchsichtige Ziel der Deutschen Wirtschaft, dass möglichst viele junge Menschen unabhängig
von deren Qualifikation dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen - „das hat mit verantwortlicher Bildungspolitik absolut nichts zu tun. Ich erwarte, dass sich die Deutsche Wirtschaft für diesen auch intellektuell erbärmlichen Bildungsmonitor entschuldigt,“ so der ÖDP-Politiker.


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