Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

67 Jahre nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima–Gundremmingen jetzt abschalten

Mit einer Mahnwache am Liebfrauenmünster in Donauwörth wollen Atomkraftgegnerinnen und -gegner am Dienstag, den 8. August, von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr dem 67. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedenken. Immer noch lagern über 20.000 Atomsprengköpfe - darunter ca. 20 in Deutschland - auf unserem Planeten mit einer Zerstörungsgewalt, die 900.000 Mal so groß ist wie die Hiroshima-Bombe.

„Statt mehr als 20 Jahre nach Ende des Ost-West-Konfliktes dieses Teufelszeug endlich zu beseitigen, werden bei allen offiziellen Atomwaffenstaaten und bei den "Nachzüglern" Israel, Indien, Pakistan und Nord-Korea neue, bessere, genauere Sprengköpfe, neue Trägersysteme, Flugzeuge und U-Boote entwickelt Weitere Staaten streben den Bau von Atom-Bomben an“, erklärt Johannes Thum von der ökologisch-demokratischen Partei Donau-Ries.
Entgegen vergangener Ankündigungen aus der Bundesregierung sollen auch die in Deutschland verbliebenen US-Atomwaffen in Büchel/Eifel nicht abgezogen, sondern ab 2017 durch modernere ersetzt werden - die NATO-Atomwaffenstrategie will es so.
Bei den bundesweiten Aktionen zum Hiroshima-/Nagasaki-Tag fordern wir den umgehenden Abzug dieser Atomwaffen als ersten Schritt hin zu einem atomwaffenfreien Europa. Notwendig dafür ist die Kündigung des Stationierungsabkommens zwischen der Bundesregierung und der US-Regierung.  
Die Mahnwache, veranstaltet durch Bündnis 90 / Die Grünen und der ökologisch-demokratischen Partei, soll die Verbundenheit mit den Opfern in Japan zeigen und gleichzeitig die Bevölkerung im Landkreis Donau-Ries daran erinnern, dass auch in Deutschland noch neun gefährliche Atomkraftwerke in Betrieb sind – die meisten davon noch für zehn Jahre. „Jeden Tag kann auch in einem deutschen AKW der Super-GAU eintreten - von Gundremmingen sind wir nicht mal 40 km entfernt“, so Thum. „Wir fordern, dass diese Reaktoren vor der Katastrophe abgeschaltet werden und nicht erst hinterher.“

Zurück