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ÖDP erfreut über Klimaschutzkonzept im Landkreis Neu-Ulm

Austritt aus der Flughafenbetriebsgesellschaft als Konsequenz gefordert

Gabriela Schimmer-Göresz

Erfreut äußert sich die ÖDP-Kreisvorsitzende im Landkreis Neu-Ulm, Gabriela Schimmer-Göresz, über die Zielsetzung des Landkreises, den CO2-Ausstoß um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 durch Einsparung von Energie und Nutzung erneuerbarer Quellen senken zu wollen. Wolle der Landkreis aber beispielsweise im Mobilitätsbereich wirklich glaubwürdig sein, gehöre konsequenterweise der Austritt aus der Betriebsgesellschaft des Flughafens Allgäu dazu. Schimmer-Göresz, die auch Vorsitzende der „Bürger gegen Fluglärm“ e.V. ist, fordert den Kreistag unmissverständlich auf, seine Kommanditistenstellung mit 100.000 Euro Einlage bei der Allgäu Airport GmbH & Co. KG unverzüglich aufzugeben. Dies auch, um bei der prekären Kassenlage des Airports doch noch eventuellen Nachschussforderungen zu entgehen. Dass der Airport keine „gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der heimischen Wirtschaft“ sei, sei bereits mehrfach unter Beweis gestellt worden, letztmalig durch die erneute Einstellung innerdeutscher Verbindungen.
Der Allgäu Airport fördere einzig die Wirtschaft in den bekannten Warmwasserzielen und konterkariere letztlich auch die Klimaschutzbemühungen im Landkreis Neu-Ulm, so die Vorsitzende. Der Ausstoß des Klimakillers CO2 müsse auch nach Äußerungen der Bundeskanzlerin Merkel weltweit langfristig auf etwa zwei Tonnen pro Kopf gesenkt werden und da mache es, so Schimmer-Göresz, durchaus Sinn, sich über den Anteil des Allgäu Airports an der CO2-Belastung Gedanken zu machen. Der Bund Naturschutz, der die Klimalast durch den Flughafen ausgehend von 500.000 Passagieren errechnet habe, komme zu folgendem Ergebnis: 260.000 t CO2-Äquivalente, was bei demnächst erreichten 1 Mio. Passagieren zum Doppelten, also zu 520.000 t CO2-Äquivalente führe. Das Klimabudget aller Einwohner des Landkreises Neu-Ulm (ca. 166.000) werde, so Schimmer-Göresz, folglich allein durch den Allgäu Airport um mehr als das 1,5-fache verbraucht. Allein ein Hin- und Rückflug Memmingen – Palma de Mallorca verursache 0,65 t CO2-Äquivalente, mithin mehr als die Hälfte der angestrebten 2-Tonnen-Obergrenze. Diese Größenordnung lasse sich nicht ohne einschneidende Maßnahmen kompensieren. Politisch sei es vorrangig wichtig, sämtliche offenen und versteckten Subventionen konsequent anzugehen. Dazu gehöre die Besteuerung des Kerosins ebenso dazu, wie das Erheben von Mehrwertsteuer auf alle Ticketpreise. Die bestehende Luftverkehrsabgabe dürfe nicht wieder abgeschafft werden und an die potentiellen Passagiere des Allgäu Airports appelliert die ÖDP-Kreisvorsitzende, wenn schon ein Verzicht auf Billigflüge nicht in Frage käme, wenigstens den zusätzlichen CO2-Ausstoß durch eine freiwillige Klimaabgabe zu kompensieren. Schimmer-Göresz, die versichert, noch nie zivil geflogen zu sein, empfiehlt www.atmosfair.de [1]

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